Ultra schnelle Verkehrszählungen für Lärmaktionsplanung und Bebauungspläne
Es kommt im laufenden Verfahren immer mal wieder vor, dass plötzlich die Verkehrsmengen auf öffentlichen Straßen hinterfragt werden. Dies kann in einem kleinen Bebauungsplan oder auch im Rahmen der nun wieder bevorstehenden Lärmminderungsplanung der Fall sein.
Gerade in der Lärmminderungsplanung, die sich aufteilt in die in 2027 bevorstehenden Lärmkartierung und die darauf aufbauende Lärmaktionsplanung. Und genau hier ist eine rechtzeitige Planung und Weitsicht sinnvoll und angezeigt.
Voraussichtlich werden die zuständigen Gemeindenwieder, wie in den vergangenen Jahren auch, vom Landesamt für Umweltschutz aufgefordert, die für die Lärmkartierung benötigten Verkehrsbelastungen im Geoportal zu übermitteln. Für die übergeordneten Straßen werden wieder landesweite Verkehrszählungen durchgeführt. Häufig bilden diese landesweiten Verkehrszählungen aber nicht die tatsächliche Belastung innerhalb der Stadt- bzw. Gemeindegrenzen realistisch ab. Hier gibt es aus der Erfahrung heraus teils starke Abweichungen.
Aus den Ergebnissen der letzten Verkehrserhebungen konnte an vielen Stellen eine starke und deutliche Abweichung festgestellt werden. Dies ist sicherlich auch der Maßnahmen zur Corona-Pandemie geschuldet. Aber wie hat sich der Verkehr im öffentlichen Straßenraum seitdem verändert. Wie sieht das in unserem Gemeindegebiet aus. Ist er rückläufig, da sich auch die Arbeitsweisen verändert haben, sind die LKW-Verkehre gleichgeblieben oder haben im Gegenteil noch zugenommen? Fragen, die nur durch qualifizierte Erhebung beantwortet werden können.
Warum sind Verkehrszählungen sinnvoll?
Für innerörtliche Bundes-, Landes- und Kreisstraßen werden die Ergebnisse der Lärmkartierung maßgeblich durch die zugrunde gelegten Verkehrsbelastungen beeinflusst. Veraltete oder geschätzte Verkehrsdaten können zu Abweichungen bei der Ermittlung der Lärmbelastungen führen und damit die Aussagekraft der Kartierung einschränken. Aufbauend auf diese Kartierung ist die jeweilige Gemeinde/Stadt aufgefordert, einen sinnvollen und für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbaren Lärmaktionsplan aufzustellen. Zudem besteht die Verpflichtung, dass die Bürgerinnen und Bürger bei der Aufstellung oder Überprüfung eines bestehenden Lärmaktionsplanes mitwirken sollen und teilweise sogar mit sehr viel Engagement dies auch in Anspruch nehmen. Um so besser, wenn die Basis für diese Aktionsplanung nachweislich richtig gelegt ist.
Durch die Durchführung aktueller Verkehrszählungen im Vorfeld der Kartierung können:
- die tatsächlichen Verkehrsverhältnisse realitätsnah abgebildet werden,
- die Ergebnisse der Lärmkartierung deutlich präzisiert werden,
- Belastungsschwerpunkte verlässlicher identifiziert werden,
- die Bürgerinnen und Bürger transparent und nachvollziehbar informiert werden,
- spätere Diskussionen und Einwendungen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Lärmaktionsplanung reduziert werden.
Insbesondere bei Straßen mit veränderten Verkehrsströmen, Neubaugebieten, Gewerbeansiedlungen oder geänderten Verkehrsführungen zeigt sich die Notwendigkeit einer Aktualisierung der Verkehrsdaten ausdrücklich.
Gerade für kleinere und ländliche Kommunen stellt die Beauftragung eines Verkehrsgutachters eine große finanzielle Belastung dar. An dieser Stelle ist aber als Basis für die weitere Bearbeitung die Ermittlung der Verkehrsbelastungen querschnittsbezogen ausreichend, die die notwendigen Eingangsparameter für die Lärmkartierung liefert.
Unser Angebot
Zur Vorbereitung auf die kommende Lärmkartierung oder auch für kleinere B-Pläne bieten wir die Durchführung von „schlanken“ auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Verkehrszählungen für inner- und außerörtliche zweispurige Bundes-, Landes- und Kreisstraßen an. Die erhobenen Daten können als fundierte Grundlage für die anstehende Lärmkartierung dienen und die Qualität der nachfolgenden Lärmaktionsplanung deutlich verbessern. Mit unseren verfügbaren Radarverkehrszählgeräten können wir gleichzeitig mehrere Querschnitte mit einer Belastung von maximal 8.000 Fahrzeugen täglich zählen. Bei höherer Belastung muss ein Gerät pro Fahrtrichtung eingesetzt werden, so dass sich die Anzahl der gleichzeitig zu erfassenden Querschnitte reduzieren würde. Unsere Zählgeräte können, anders als die üblichen Geschwindigkeitsanzeigetafeln, eine Differenzierung zwischen Pkw und Lkw vornehmen, die notwendig ist für die Einordnung der Fahrzeugklassen.
Gerne beraten wir Sie hinsichtlich des geeigneten Umfangs, der Standorte und des Zeitraums für Verkehrszählungen in Ihrem Gemeinde- oder Stadtgebiet. Zögern Sie nicht, unser Team entsprechend anzusprechen. Wir freuen uns auf Sie.